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Interview mit Stephan Grossmann
(Schauspieler, Bürgermeister in "Das Märchen vom goldenen Taler")

04. Dezember 2020

Stephan Grossmann, 1971 in Dresden geboren, hat schon in seiner Karriere viele verschiedene Rollen gespielt. In dieser Neuverfilmung "Das Märchen vom goldenen Taler" verkörpert er den Bürgermeister eines Dorfes.

Sie spielen im Film die Rolle des Bürgermeisters: Wie würden Sie Ihre Rolle beschreiben?
In Sorge um „sein“ Dorf übersieht er die Kraft und das Potenzial der Kinder des Dorfes. In seiner Veranwortung schiesst er manchmal gern über das Ziel hinaus, um sich dann sanft und liebevoll von seiner Frau wieder einfangen zu lassen.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?
Habe bisher schon einige Rolle als Bürgermeister und Politiker spielen dürfen. Hier war es mir wichtig, über das besondere Kostüm das Märchenhafte der Figur zum Leben zu erwecken.

Konnten Sie sich bei der Umsetzung der Rolle mit einbringen oder wurde strikt nach Plan des Drehbuchs gedreht. 
Wir hatten das große Glück mit unserem Regisseur Cüneyt Kaya, der uns immer das Gefühl gab, entwickle mit und lass deiner Phantasie freien Lauf. Das Drehbuch blieb immer die Basis.

Kannten Sie das Märchen zuvor? 
Ich kannte die DEFA Märchenverfilmung „Die Geschichte vom goldenen Taler“ des Regisseurs Bodo Fürneisen und ich mochte den Film damals sehr.  Das Märchen selbst hatte ich auch gelesen. Es war ein großer Wunsch, in der Neuverfilmung mitzuspielen.

Was war für Sie die größte Herausforderung bei den Dreharbeiten? 
Corona und die Frage „Können wir morgen noch drehen und lassen wir die Unsicherheit zu sehr in unsere Herzen?“  Ich war froh über jeden Tag, der gelungen im „Kasten“ war.

Welche Szene war in der Umsetzung am anspruchsvollsten? 
Jede Szene brauchte immer Leichtigkeit, trotz dieses historischen und märchenhaften Ambiente. Gleichzeitig auch ein "gewisses Etwas“. Es ist ja keine Alltagssprache und keine Alltagssituation, also eine Überhöhung in eine märchenhafte Dimension.

Gab es besondere Ereignisse beim Dreh? 
Ich war fasziniert davon wie wir Schauspieler/innen, ausgelöst durch unsere Kostüme, Masken, Requisiten und das Szenenbild, uns zurück träumten in die Märchenbücher unserer Kindheit.

Haben Sie eine Lieblingsszene im Film? Und warum ist es gerade diese? 
Mit Kindern Szenen zu erarbeiten, ist immer etwas ganz Besonderes. Sie reagieren unmittelbar und direkt.

Welche Aspekte im Märchen „Das Märchen vom goldenen Taler“ sind heute noch aktuell? 
Wie in allen Märchen, stecken auch hier ganz viele kleine Weisheiten wie beispielsweise “Binde dein Glück nicht nur an ein goldenes Talerchen, was dir Glückseligkeit und Reichtum verspricht. Sondern suche das Glück und die Zufriedenheit in dem was schon da ist,  schätze es und entwickle es aus Dir heraus."

An welches Publikum richtet sich der Film? 
Für Erwachsene und Kinder gleichermaßen.

Im Film geht es ja um den goldenen Taler. Wenn Sie im Besitz des goldenen Talers wären: was würden Sie mit dem Taler anstellen? 
Es würde mich ermüden, diesen goldenen Taler zu putzen und immer drauf aufzupassen.

Würden Sie erneut in einem Märchenfilm mitspielen wollen? 
Ich finde alle Märchen spielenswert und bin gerne wieder bei einem Märchen dabei. 

Wir bedanken uns für das märchenhafte Interview.

Fotos: RBB/Michael Rahn, Getty Images, Frank Altmann, Michael Nass

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