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Schneewittchen und der Zauber der Zwerge (D/CZ 2019)

Schneewittchen wächst als Waise in strenger Abgeschiedenheit am Hof ihrer Stiefmutter, der Königin auf. Eine selbstverliebte Frau, deren Schönheit Mittel ihrer Macht ist. Aus den abgeschotteten Gemächern entkommt Schneewittchen immer wieder und geht heimlich dem alten Burgschmied zur Hand. Eines Tages trifft sie dort Prinz Kilian, dessen Herz für die vermeintliche Schmiedegehilfin entflammt.

Der Luxus des höfischen Lebens ist teuer. Auf Anraten ihres Bruders Gilig sucht die Königin, den reichen und eitlen Graf Sebalt durch eine Hochzeit mit Schneewittchen zu binden! Die Präsentation der Braut jedoch endet im Eklat. Die bisher vor den Augen der Welt verborgene Schönheit Schneewittchens schlägt alle in ihren Bann. Außer sich vor Zorn befiehlt die Königin ihrem Bruder, Schneewittchen heimlich zu ermorden.

Gilig glaubt, seinen Auftrag ausgeführt zu haben, als Schneewittchen tief in einen Fluss stürzt. Doch die Prinzessin überlebt, gerettet von: Zwergen! Die wollen das Mädchen wieder loswerden. Schneewittchen ist zu schön. Und damit haben sie schlechte Erfahrung! Doch durch ihr freundliches, aufrichtiges Wesen gewinnt Schneewittchen das Vertrauen der Zwerge und darf bei ihnen bleiben. Prinz Kilian unterdessen macht sich als Diener verkleidet daran, im Dunstkreis der Königin herauszufinden, was mit Schneewittchen geschehen ist.

Schneewittchen taucht in die magische Welt der Zwerge ein und lernt den Odem kennen. Den Hauch des Lebens, der allen Dingen innewohnt und aus dem die Zwerge Magisches fertigen wie etwa den Spiegel der Königin. Schneewittchen ahnt nicht, dass die Königin die Zwerge nach dem Eklat am Königshof erneut gezwungen hat, etwas für sie herzustellen. Eine Perücke, die ihr ewige Jugend verleihen und mit der sie alle auf ewig betören wird. Kilian findet heraus, dass die Königin und ihr Bruder einst den König vergiftet haben. Als der Spiegel verrät, dass Schneewittchen am Leben und bei den Zwergen ist, schmieden sie erneut einen teuflischen Plan.

Bei den Zwergen entdeckt Schneewittchen die fast fertige Perücke. Sie fordert Bömburr, den Anführer der Zwerge, zum Zweikampf, um so die Auslieferung an die Königin zu verhindern. Zwar gelingt der Sieg, doch verkleidet als alte Frau vergiftet die Königin Schneewittchen mit einem Apfel. Kilian, der ihr gefolgt ist, kommt zu spät. Bömburr garantiert der Königin die Perücke sofort nach Fertigstellung.

Durch Kilians Kuss, mithin den Odem der Liebe wird Schneewittchen zum Leben erweckt. Doch Bömburr ist bereits auf dem Weg zur Königin. Schneewittchen entscheidet sich zu kämpfen. Die restlichen Zwerge und Kilian sind mit ihr. Im letzten Augenblick gelingt es, der Königin die Perücke zu entreißen und sie und ihren Bruder als Mörder zu überführen. Die vermeintliche Schmiedegehilfin stellt sich ihrem Schicksal und wird Königin.

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Filminformationen
Regie: Ngo The Chau
Drehbuch: Max Honert
Kamera:
Ngo The Chau
Ton:
Matous Sýs
Licht:
Dan Kafka
Schnitt:
Felix Schekauski
Musik:
Michael Beckmann, Tom Stöwer
Kostüme:
Petra Stasková
Maske:
Ivana Nemcová, Radek Petr
Szenenbild:
Colin Taplin
Casting:
Uwe Bünker, Mirka Hyziková
Produktion:
Provobis GmbH, MIA Film
Produktionsleitung: Daniela Buzcova
Herstellungsleitung: Peter Hartwig
Produzent: Jens C. Susa, Martin Choroba
Co-Produzent:
Zbyněk Pippal, Michal Pokorný
Redaktion:
Irene Wellershoff, Götz Brandt
Auftragssender:
ZDF
Drehorte: Burg Pernstein, Felsenburg
Valečov, Höhle Pusté Kostely,
Corpus-Christi-Kapelle (Kutna Hora),
Prachov Rocks, Kamenice (Elbe),
Burg Točník
Drehbeginn:
01.08.2018
Drehende:
31.08.2018
Erstausstrahlung:
24.12.2019
DVD-VÖ:
16.10.2020
Spieldauer:
90 Minuten
Autor:
Brüder Grimm
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Besonderheit

Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb am 04. und 05. Juni 2019 beim 40. Kinder Medien Festival "Goldener Spatz".

Seine Sachsen-Premiere feiert der Märchenfilm beim 2. Internationalen Märchenfilm Festival Fabulix in Annaberg-Buchholz und gewann als Siegerfilm. Ein Drittel aller abgegeben Stimmen, entschieden sich für die neue ZDF-Märchenperle "Schneewittchen und der Zauber der Zwerge".

Der Märchenfilm ist ebenfalls beim 15. Festival des Deutschen Films Ludwigshafen am Rhein zusehen.

Beim 26. Filmfest Hamburg 2019 wird der Märchenfilm in der Sektion "MICHEL" ebenfalls im Wettbewerb laufen.

"Schneewittchen und der Zauber der Zwerge" läuft im Wettbewerb der Kategorie "Blickpunkt Deutschland" beim 24. Internationalen Filmfestival Schlingel 2019.

Beim "San Diego International Kids Film Festival 2019" gewann der Film den Grand Jury Prize "Best Feature" (Langfilm).

Der Titelsong "Komm zurück" wird von Jessica Schaffler gesungen. Der Song wurde von Michael Beckmann, Tom Stöver, Tamara Olorga und Anja Krabbe geschrieben und produziert.
In der Kategorie "Bester Song im Film" gewann der Titelsong "Komm zurück" beim 6. Deutschen Filmmusikpreis 2019.

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Darsteller

Schneewittchen: Tijan Marei
Königin: Nadeshda Brennicke
Prinz Kilian: Ludwig Simon
Gilig: Victor Schefe
Burgschmied: Armin Rohde
Amme: Ramona Kunze-Libnow
Graf Sebalt: Sascha Alexander Geršak
Zwerg Thekk: Mick Morris Mehnert
Zwerg Fili: Cem Aydin
Zwerg Bömburr: Peter Brownbill
Zwerg Ori: Peter Gatzweiler
Zwerg Jari: Jona Bergander
Zwerg Gloin: Pavel Ponocný
Zwerg Ginarr: Michal Túma
Riese Gorlogg: Radek Paták
Edelmann 1: Lukas Bech
Edelmann 2: Carsten Ludwig
Edeldame 1: Eva Jizdna-Alner
Edeldame 2: Thereza Richterova

Erzähler: Ken Duken

Fotos: ZDF / Conny Klein
Um eine größere Darstellung der Fotos zu erzielen, bitte einfach auf die kleinen Fotos links klicken.
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 Erschienen auf DVD
Einzel-DVD
 
 Soundtrack (Titelsong)
 Plakate
 Plakat Fabulix
 Plakat Fabulix Gewinner
 Dreharbeiten
 Titelsong "Komm zurück"
   
 

Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

Ewige Jugend ist ein uralter Menschheitstraum. In dieser Version des Grimmschen Märchens wird dieser Traum besonders durch die Boshaftigkeit der Königin (Nadeshda Brennicke) hervorgehoben – eine Perücke, deren Charme gleich dem Gürtel der griechischen Göttin Aphrodite jedermann erliegt, ist der Garant ewiger Jugend.
Durch die Macht der Schönheit sollen Dienerschaft und Volk von der Königin manipuliert werden. Dass Schönheit auch manipulative Züge besitzen kann, ist ein interessanter Aspekt, der im Film sehr gelungen verarbeitet wird. Dass der Spiegel eine Erschaffung der Zwerge ist und wie viel Unheil mit solchen Zaubergegenständen auch bewirkt werden kann – gerade davon erzählt dieser Film.

Die Zwerge werden durch reale kleinwüchsige Darsteller verkörpert, aber interessanterweise muss Schneewittchen (Tijan Marei) erst einmal ihre Gunst gewinnen. Damit hat Schneewittchen jedoch keine Probleme, denn sie ist in dieser Filmversion selbstbewusst und verhandelt für die manchmal etwas mutlosen Zwerge sogar mit einem Riesen, der sich über die verspätete Fertigstellung eines Schwertes beschwert, das er bei den Zwergen in Auftrag gab.
Dass das selbstbewusste Schneewittchen in vielen Situationen auch selbst aktiv handelt, macht diesen Film sehr modern und nimmt der Vorlage den etwas unangenehmen passiven Eindruck, den Schneewittchen erweckt, wenn sie tot im Sarg liegt. Sehr schön ist auch, dass es hier ein Kuss ist, der Schneewittchen letzten Endes ins Leben zurückholt, die Kraft der Liebe.

Der Film überzeugt durch farbige und stimmige Landschaftsbilder: düstere Wälder, klare Seen, geheimnisvolle Höhlen, in denen die Zwerge leben. Die Darsteller wirken in ihren Rollen authentisch.

"Schneewittchen und der Zauber der Zwerge" ist eine gelungene, wenngleich auch etwas düster anmutende Neuverfilmung des Grimmschen Klassikers.

28.12.2019

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