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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (DDR/CSSR 1973)
(Tři oříšky pro Popelku)

Nach dem Tode ihrer Mutter und der erneuten Heirat ihres Vaters hat es Aschenbrödel alles andere als leicht im Leben. Ständig wird sie von der Stiefmutter bzw. deren Tochter Dora traktiert, muss alle Hausarbeit alleine erledigen.

Doch sobald Stiefmutter und Stiefschwester aus dem Haus sind, blüht das Mädchen auf. Auf dem väterlichen Gasthof hat sie trotz aller Widrigkeiten gute Freunde. Zum einen die Tiere, allen voran die Eule, ihr treues Pferd und die Tauben, aber auch unter den Menschen auf dem Hof. Doch Aschenbrödel ist auch eine hervorragende Reiterin und Jägerin und kann besser klettern als so mancher Junge.
 
Eines Tages trifft sie während der Jagd im Wald auf den Prinzen und sein Gefolge. Weder Prinz noch seine Begleiter erkennen in dem vermeintlichen Jäger ein junges Mädchen, denn die Jägerkleidung stammte nicht von einem Schneider, sondern aus einer der drei Wunder-Haselnüsse, die Aschenbrödel von der Eule geschenkt bekam.

Als König und Königin zu einem großen Ball geladen werden, auf dem der Prinz sich eine Braut erwählen soll, wozu er aber ganz und gar keine Lust hat, muss Aschenbrödel daheim bleiben, während Stiefmutter und Schwester zum königlichen Ball fahren.

Doch das Mädchen nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Aus einer weiteren Haselnuss bekommt sie das benötigte Ballkleid, die Tauben erledigen für sie die ihr aufgetragenen Arbeiten und ihr treues Pferd bringt sie zum Schloss. Der Prinz will gerade den Ball verlassen, weil er ja nicht heiraten will, als Aschenbrödel ihm entgegen trifft. Er ahnt dabei nicht im Geringsten, dass das soeben erschienene Mädchen der Jäger aus dem Wald ist. Stattdessen ist er wie vom Blitz getroffen. Nur dieses wunderschöne Mädchen und keine andere möchte er zum Traualtar führen - egal ob es Papa König nun passt oder nicht.

Doch ganz so einfach lässt Aschenbrödel sich nicht erobern. Sie stellt dem Prinzen ein Rätsel, das er erst lösen muss, wenn er ihr Herz gewinnen will. Obwohl sie in dem Rätsel andeutet, dass sie und der unbekannte Jäger aus dem Wald einunddieselbe Person sind, steht der Prinz immer noch auf der Leitung. Ob er wohl das Rätsel um Aschenbrödel lösen kann?

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Als Vorlage für diesen Film wurde diesmal nicht das Märchen der Brüder Grimm herangezogen, sondern die tschechische Variante der Schriftstellerin Božena Němcová, die sie in ihrer Sammlung "Volksmärchen und Sagen" (1845 - 1847) veröffentlicht hat.
Das tschechische Aschenbrödel-Motiv ist eines von über siebenhundert Versionen dieses Märchens, die weltweit existieren - unter anderem in China, Arabien, Indien und den USA.
Božena Němcovás Aschenbrödel ist eine selbstbewusste, aktive junge Frau, die für ihre Liebe kämpft und sich von gesellschaftlichen Regeln nicht sonderlich beeindrucken lässt. Nur so kann sie den starren Ritualen am Königshof widerstehen.

Die Hauptrolle im Film spielte die 21jährige Libuše Šafránková, die hier ihre erste bedeutende Filmaufgabe erhielt und bis heute zu den wichtigsten tschechischen Filmdarstellerinnen zählt.

Als Regisseur wirkte der 1930 in Prag geborene Václav Vorlíček, der neben "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zahlreiche weitere erfolgreiche Märchen-, Kinder- und Komödienfilme drehte.

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" entstand als Co-Produktion zwischen der Babelsberger DEFA und dem Prager Barrandov-Studio. Beide Filmstudios verfügen über eine lange, erfolgreiche Märchenfilmtradition, die sich hier auf glücklichste Weise miteinander vereinte.

Weitere Infos zum Film unter folgender Adresse:
www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de

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Filminformationen
Regie: Václav Vorlíček
Regie-Assistenz: Michael Englberger, Jaroslav Pour,
Peter Bohnenstengel
Drehbuch: Václav Vorlíček, Hannelore Unterberg
Dramaturgie: Marcela Pittermann
Kamera:
Josef Illik
Kamera-Assistenz:
Adolf Hejzlar
Schnitt:
Miroslav Hájek, B. Leuschner
Musik:
Karel Svoboda
Ton:
František Fabián, Gerhard Ribbeck
Kostüme:
Günther Schmidt, Theodor Pištěk
Maske:
Otto Banse, Hannelore Petzold, Vladimír Petrina
Szenarium:
Bohumila Zelenková, Gruppe Ota Hofman
Szenenbild:
Alfred Thomalla, Olin Bosák
Aufnahmeleitung:
Harald Andreas, Renée Lavecká
Produktion:
Filmstudio Barrandov, DEFA, Gruppe "Berlin"
Produktionsleitung: Heinz Herrmann, Jirí Krejci
Produzent: Heinz Herrmann, Jirí Krejci

Drehorte: Schloß Moritzburg, Klatovy, Burg Švihov,
Babelsberger Filmstudio

Kinostart:
16.11.1973 (CSSR)
10.03.1974 (DDR)
19.12.1975 (BRD)

Erstausstrahlung:
16.07.1977 (DFF)

Spieldauer:
86 Minuten

Autor:
Božena Němcová
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Infos
Er ist in Tschechien zum besten Märchenfilm des 20. Jahrhunderts gewählt worden.
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Festivals
29.11.2014
2. Märchen Filmfest Weimar

19.12.2015
3. Märchen Filmfest Weimar

24.12.2016
4. Märchen Filmfest Weimar

2023
3. Internationales Märchenfilm Festival Fabulix
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Preisauszeichnungen
2023
3. Internationales Märchenfilm Festival Fabulix
Lebenswerk für Pavel Trávníček

Goldener Eisvogel
Tschechien
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Darsteller
Aschenbrödel: Libuše Šafránková
Prinz:
Pavel Trávníček
Stiefmutter:
Carola Braunbock
Dora: Daniela Hlaváčová
König:
Rolf Hoppe
Königin:
Karin Lesch
Kutscher Vincek:
Vladimír Menšík
Präzeptor: Jan Libíček
Kamil:
Vitězslav Jandák
Vitek:
Jaroslav Drbohlav
Küchenjunge:
Jirí Ruzicka
Jäger:
Milos Vavruska
Wirtschafterin:
Míla Myslíková
Meier:
Jan Šus
Hofnarr:
Jiří Krytinář
Kleinröschen:
Helena Ružičková
Zeremonienmeister:
Holger Eckert
Gräfin Stauff:
Ostara Körner
Baronin von Eck:
Erika Stiska
 
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