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Die sieben Raben (CZ/SK 2015)

Schon in ihrer Kindheit war Bohdanka ein glückliches Mädchen und konnte nie verstehen, warum ihre Mutter so viel Trübsal bläst und um eine Truhe voller Jungenkleidung so ein Geheimnis machte. Erst viele Jahre später erfährt sie, dass die Kleidung ihren sieben Brüdern gehörte, die nun als Raben durch die Welt fliegen. Bohdanka macht sich auf, ihre Brüder zu retten…

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Filminformationen
Regie: Alice Nellis
Drehbuch: Alice Nellis
Kamera:
Matěj Cibulka
Ton:
Schnitt:
Musik:
Vašo Patejdl
Kostüme:

Maske:

Szenenbild:

Produktion:

Produzent:
Redaktion:

Auftragssender:
Drehorte:
Drehbeginn:
Drehende:
Erstausstrahlung:
24.12.2017 (KIKA)
DVD-VÖ:
Spieldauer:
99 Minuten
Autor:
Božena Němcová
Originaltitel: Sedmero krkavcu
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Darsteller

Bohdanka: Martha Issová
Bohdanka (5 Jahre): Marta Marie Leon
Bohdanka (10 Jahre): Sofi Vanyan
Königin Alexandra: Sabina Remundová
Prinz Bartolomej: Lukás Príkazský
Prinz Norbert: Václav NeuzilHexe Gabriela: Zuzana Bydzovská
Königin Gabriela: Erika Stárková
Mutter: Jana Olhová
Vater: Marián Geisberg
König: Juraj Hrcka
Herzog: Miro Noga
Priester: Csongor Kassai
Arzt: Jakub Zindulka
Marie: Kristína Svarinská
Schneiderin: Marta Matova
Bruder: Matej Marusin
Bruder: Noel Czuczor
Bruder: Karol Kotlár
Bruder: Adam Demecko
Bruder: Ivan Ondruska
Bruder: Samuel Rácz
Bruder: Alexander Pysný
Schmied: Branislav Bystriansky
Nachbarin: Mária Breinerová
Alter Pfarrer: Albín Medúz
Prinzessin Helga: Vanda Konecná
Alte Hexe: Viera Pavlíková

Fotos: MDR / Matěj Cibulka / Bohemian Motion Pictures
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Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

Der Zuschauer wird am Beginn des Films eingeladen, den Vögeln zu folgen: Sie überfliegen mit ihm das Geschehen und berichten durch eine Erzählerstimme von der Geschichte der sieben Raben – doch alles wird noch nicht verraten. Es wird nicht chronologisch erzählt, sondern anhand vieler Rückblenden – dies fällt zuallererst auf, wenn man sich die tschechische Neuverfilmung der sieben Raben ansieht. Die eingespielten Erklärungen sind oftmals mehrdeutig, und erst nach und nach begreift der Zuschauer die Handlung in ihrem ganzen Ausmaß. Dies macht den Film geheimnisvoll. Zudem schaffen es Regisseur und Darsteller, den Film auch humorvoll und kurzweilig zu gestalten: Z.B. dann, wenn Bohdanka den stotternden Prinzen begegnet oder der bösen Königin in ihrem zu eng geschnürten Kleid an der königlichen Tafel vor lauter Schreck über einen Scherz ihres Sohnes beinahe die Luft wegbleibt. Etwas gruselig mutet hingegen die Verwandlung der Brüder in Raben an – nicht die erste Verwandlung sei hier gemeint, sondern jene immer wiederkehrende, ist es doch so, dass die Raben im Schlaf stets ihre menschliche Gestalt zurückerhalten. Sobald sie aber erwachen, verwandeln sie sich auf gruselige Weise zurück in Raben.
Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt sehr gut. Es sei auch darauf hingewiesen, dass die Verfilmung keineswegs ein Abklatsch der Version von 1993 ist, sondern mit einer sehr eigenwilligen Interpretation des Stoffes aufhorchen lässt. Allerdings handelt es sich bei beiden Verfilmungen nicht um die geradlinige Umsetzung des Grimm-Märchens „Die sieben Raben“, denn dieses weist nach der Verwandlung der Raben zumeist andere Handlungsstränge auf. Vielmehr werden in beiden tschechischen Filmen die Märchen „Die sieben Raben“ der Grimm und „Die wilden Schwäne“ von Hans Christian Andersen miteinander in ihren Handlungen gekreuzt.

„Die sieben Raben“ von 2015 ist insgesamt ein eigenwilliger, humorvoller und zuweilen kurzweiliger neuer Film geworden.

18.02.2018

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