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Der süße Brei (D 2018)

Eine große Hungersnot bedroht das Land. Schuld daran ist auch der gefürchtete Graf Ruben. Bevor die Menschen vor Hunger sterben, verwandeln sie sich auf wundersame Weise in Vögel – so auch die kleine Ida.
Ihre große Schwester Jola läuft daraufhin verzweifelt in die Tiefe des unergründlichen Waldes, um für die Familie etwas Essbares zu finden. Hier trifft sie auf eine geheimnisvolle Waldfrau, die ihr eine Tonscherbe überreicht. Diese gehört zum legendären Topf, der einst süßen Brei kochte und alle satt machte, aber seit langem verschwunden ist.
Auf der Suche nach den fehlenden Scherben muss Jola abenteuerliche Prüfungen bestehen. Dabei lernt sie den charmanten, aber hochverschuldeten Veit kennen, der sich an ihre Fersen heftet. Was sie nicht weiß: Veit ist der Bruder des Grafen und soll ihr den Topf abjagen.

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Filminformationen
Regie: Frank Stoye
Drehbuch: Thomas Brinx, Anja Kömmerling
Kamera:
Bernd Fischer
Ton:
Michael Hemmerling, Oliver Graefe
Licht:
Frank Marggraf
Schnitt:
Wiebke Henrich
Musik:
Mathias Rehfeldt
Kostüme:
Katharina Schnelting
Maske:
Kathrin Droschinsky, Peggy Billing
Szenenbild:
Agi Dawaachu
Bildgestaltung:
Bernd Fischer
Casting:
Annekathrin Heubner
Produktion:
Kinderfilm GmbH
Produktionsleitung: Jan Weber
Produzent: Ingelore König
Redaktion:
 Irene Wellershoff, Götz Brandt (ZDF), Jana Brandt, Adrian Paul (MDR)
Auftragssender:
ZDF, MDR
Drehorte: Freiluftmuseum Bergstadt Bleiberg, Burg Kriebstein, Schloss Rochlitz, Festung Königstein, Elbsandsteingebirge
Drehbeginn:
05.04.2018
Drehende:
07.05.2018
Erstausstrahlung:
24.12.2018
DVD-VÖ:
Spieldauer:
90 Minuten
Autor:
Brüder Grimm
Budget: 1,7 Mio.
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Besonderheit
Der Film feiert seine Welturaufführung am 24.11.2018 in Berlin.

Zu Weihnachten wird der 1,7 Millionen Euro teure Film ausgestrahlt.
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Darsteller

Jola: Svenja Jung
Veit von Hammerlitz: Merlin Rose
Ida: Luna Arwen Krüger
Graf Ruben von Hammerlitz: Roland Wolf
Hauptmann: Marko Dyrlich
Hedwig: Mariella Aumann
Schuldeneintreiber Schwarzrabe: Stipe Erçeg 
Schuldeneintreiber Nase: Martin Winkelmann
Jolas Mutter: Christina Große
Nebelfrau: Stephanie Lexer
Waldfrau Moira: Maria Mägdefrau
Barde Balduin: Lars Rudolph
Soldat: Martin Bertram 
Kerkermeister: Udo Kroschwald

Fotos: ZDF / MDR / Kinderfilm GmbH / Anke Neugebauer
Um eine größere Darstellung der Fotos zu erzielen, bitte einfach auf die kleinen Fotos links klicken.
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Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

Nach einer Überschwemmung herrscht in einem Land eine große Dürre und Hungersnot. Ein gieriger und hochmütiger Graf treibt trotzdem Steuern ein und will den Menschen nichts von seinem Reichtum und Vorräten abgeben. Jola (Svenja Jung), ein junges Bauernmädchen, macht sich auf die Suche nach einem Topf, der süßen Brei kocht und dadurch in der Lage ist, alle Hungersnot im Dorf zu beenden. Dabei muss sie eine Reihe von Prüfungen bestehen, während derer sie vom gutmütigen Bruder des Grafen tatkräftig unterstützt wird.

Das Grimmsche Märchen vom süßen Brei entspricht in seiner Länge ja kaum einer Seite. Für die filmische Umsetzung wird eine Geschichte um den Topf hinzugedichtet, die den Zuschauer stimmig in ihren Bann zieht. Hervorzuheben ist vor allem die finale Pointe des Films, die schlussendlich auch einen stimmungsvollen Bezug zur Botschaft im Grimmschen Text herzustellen vermag: Wer maßlos ist und sich dadurch selbst überschätzt, verliert den Bezug zur Wirklichkeit. Für die Wiederherstellung des Friedens im Dorf bedarf es also einer Gerechtigkeit und Weisheit, wie sie in Jola und der alten Frau, die den Zaubertopf gemacht hat, aufgezeigt wird. Im Märchenfilm herrscht eine klare und klassische Ordnung der Verhältnisse zwischen Gut (Jola) und Böse (der Graf und die Schergen).

„Der süße Brei“ ist ein in sich stimmiger Märchenfilm, der sich gekonnt mit dem Thema der Armut im Mittelalter auseinandersetzt, was auch optisch durch düstere Bilder und Handlungsstränge zutage tritt. Für mich spricht aus ihm ein Plädoyer für Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

27.12.2018

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