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Das Märchen vom Frosch und der goldenen Kugel
(D/CZ 2022)

Zwei Brüder leben davon, durch falsche Brautwerbungen wertvolle Güter von Königshäusern zu erschwindeln. Mit dieser Methode versuchen sie auch auf Burg Fels, sich die Mitgift der Heiratskandidatin Prinzessin Griseldis zu erschleichen.
Als sich der ältere Bruder Gai aber ungeplant in deren jüngere Schwester Matilda verliebt und damit die Hoffnung auf einen Erfolg des eigentlichen Plans aufgibt, stiehlt der jüngere Bruder Teo die goldene Kugel des Königs. Die folgende Flucht misslingt, und die Brüder werden zum Schrecken von Matilda, die sich auch in Gai verliebt hat, in den unheimlichen Schattenwald verbannt.
Dort treffen die Verbannten zu ihrer Überraschung nicht auf Feindliches, sondern auf die junge Fee Fingerhut. Sie will Gai helfen, unbemerkt in die Burg zurückzukommen, aber ihr unbeholfener Verwandlungszauber geht schief. Aus Gai wird ein Frosch, der sprechen kann. Nur ein freiwilliger Kuss von Matilda als Dank dafür, dass er ihr in seiner Verzauberung die goldene Kugel des Königs aus einem tiefen Brunnen gerettet hat, könnte für eine Rückverwandlung sorgen. Matilda aber wirft den lästigen Frosch an die Wand. Gai erlangt dadurch wieder seine menschliche Gestalt, er scheint aber nicht mehr zu leben. Matilda ist verzweifelt.
Ihr Vater, König Theoderich, sieht nun nur eine einzige Chance, das Schicksal seiner Tochter noch ins Gute zu wenden. Er muss nach vielen Jahren tiefster Feindschaft wieder die Nähe von Quercus, dem Herrscher des Schattenwaldes, suchen und ihn darum bitten, eine Rettung für Gai herbeizuführen.

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Diese unterhaltsame Verwirrspiel- und Verzauberungsgeschichte ist eine freie Interpretation des Märchens "Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich" der Brüder Grimm im Stil einer Fantasy-Komödie. Neu sind eine längere Vorgeschichte des Stoffes bis zur bekannten Situation am Brunnen, bei der einer Prinzessin ihre Goldkugel in die Tiefe fällt und ein sprechender Frosch seine Hilfe anbietet, und ein Weitererzählen nach dem Wurf des Frosches an die Wand mit dessen eigentlicher, aber hier nicht ganz geglückter Rückverwandlung. So entsteht viel Raum für die Entwicklung der Figuren und eine breite Palette von Stimmungen einer mittelalterlich inspirierten Menschenwelt in direkter Nachbarschaft zu einem geheimnisvoll-magischen Schattenwald-Reich.

Regisseur und Kameramann Ngo The Chau wurde 2016 und 2020 für die beste Kamera im Genre Fiktion ("Bad Banks") mit dem Deutschen Fernsehpreis ausge-zeichnet. Er realisiert mit dieser neuen Produktion sein inzwischen viertes Märchen der ZDF-Reihe "Märchenperlen".

Statement von Jörg von den Steinen (Redaktion):

Die Idee dieser Neuverfilmung war, den bekannten "Frosch-könig"-Motiven eine stimmige und originelle Rahmenhandlung zu geben, die den Figuren echte Entwicklungsräume gibt. Ein zentrales Motiv des Märchens ist das der bedingungslosen, aber auch durch Zauberei verhinderten Liebe. Die Prinzessin und der bei uns falsche Prinz verlieben sich schon als Menschen. Um dieses wichtige emotionale Fundament zu legen, lässt sich der Film viel Zeit. Ein besonderer Reiz entsteht dann, als der Held plötzlich ein Frosch ist, der zwar reden, aber seine wahre Identität nicht benennen kann. Für die Realisation der magischen Parallelwelt des Schattenwaldes wurde "Das Märchen vom Frosch und der goldenen Kugel" in einem innovativen LED-Wand-Studio gedreht.

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Filminformationen
Regie: Ngo The Chau
Drehbuch: Max Honert
Kamera:
Ngo The Chau
Schnitt:
 Felix Schekauski
Musik:
 Marvin Miller
Ton:
Matouš Sýs
Colorist:
 Tobias Wiedmer
VFX:
Jan Turek
VFX 2D/3D:
Tomás Markl
SFX:
Martin Kulhanek
Kostüme:
 Petra Stašková 
Maske: Ivo Strangmüller
Szenenbild:
 Florian Langmaack
Casting:
 
Uwe Bünker, Mirka Hyzìkovà (CZ)
Produktion:
Provobis GmbH, MIA Film
Herstellungsleitung: Finn Freund
Produktionsleitung CZ: Daniela Buzgová
Produzent: Jens Christian Susa
Koproduzenten:
Zbynek Pippal, Michal Pokorny (MIA Film)
Redaktion:
Jörg von den Steinen
Auftragssender:
ZDF

Drehorte:
Burg Točník, Burg Krivoklát, Studio Prag

Drehbeginn: 15.03.2022
Drehende: 14.04.2022

Erstausstrahlung: 24.12.2022 (ZDF)

DVD-VÖ:
12.01.2024

Spieldauer:
90 Minuten

Autor:
Brüder Grimm
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Festivals

15.04.2023
Universe Multicultural Film Festival
Internationale Filmpremiere

April 2023
Brno Film Festival

April 2023
Prague International Film Awards

03.06.2023, 07.06.2023
ZLIN Film Festival

03.06.2023, 05.06.2023
Goldener Spatz (Gera)

09.06.2023
Goldener Spatz (Erfurt)

07.07.2023, 08.07.2023, 07.2023
3. Internationales Märchenfilm Festival Fabulix

26.08.2023
San Diego International Kids Filmfestival

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Nominierungen
2023
TeleVisionale / Rolf-Hans Müller Preis
Marvin Miller für die Filmmusik
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Preisauszeichnungen
2023
Universe Multicultural Film Festival
Grand Jury Prize Best Feature

2023
Brno Film Festival
Kategorie „Best Fantasy“

2023
Prague International Film Awards
Kategorie „Best Fantasy“
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Darsteller
Gai: Jan Liem
Teo:
Viet Anh Alexander Tran
Prinzessin Matilda:
Milena Tscharntke
König Theoderich:
Götz Otto
Ulfred:
Simon Werner
Fee Fingerhut:
Lea Drinda
Prinzessin Griseldis: Alina Hidic
Arne: Jeremy Tichý
Tassilo: Lukas Zumbrock
Quercus:
Christoph Maria Herbst
Matildas Mutter:
Jana Provàzkkovaà
Fotos: ZDF, Jan Hromádko, Provobis Film
Um eine größere Darstellung der Fotos zu erzielen, bitte einfach auf die kleinen Fotos links klicken.
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 Erschienen auf DVD
Einzel-DVD
 
 Plakat
 Trailer
 ZDF-Interview mit Milena Tscharntke
 ZDF-Interview mit Jan Liem
 ZDF-Interview mit Götz Otto
 ZDF-Interview mit Lea Drinda
 ZDF-Interview mit Viet Anh A. Tran
 ZDF-Interview mit Lukas Zumbrock
 
 

Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

Der Film „Das Märchen vom Frosch und der goldenen Kugel“ ist eine Neuinterpretation des Märchens „Der Froschkönig“ der Brüder Grimm. Die Motive aus dem Originalmärchen sind allesamt enthalten, jedoch handelt es sich um eine freie und sehr überraschende Neuinterpretation des Märchens, welche viele Pointen und Wendungen aufweist.

Zentral ist ein falscher Prinz, der sich beim König um eine Prinzessin bewirbt und dabei beim Diebstahl einer goldenen Kugel erwischt wird. Zur Strafe dafür wird er in einen magischen Wald verbannt, in dem er quasi „aus Versehen“ von einer ungeschickten Fee, die erst richtig zaubern lernen muss, in einen Frosch verwandelt wird. Dadurch unterhält der Film auch auf witzige Art und Weise.

Den Tiefgang des Films bildet meiner Meinung nach die verloren gegangene Verbindung zwischen Mensch und Natur, die im Film symbolisiert wird: Der König hat einst eine Fee geheiratet, die die Tochter des Königs des Schattenwalds war. Dies führte zu einem Konflikt mit dem König des Waldes und schlussendlich zum Tod der Fee, die die Mutter der jüngsten Prinzessin ist. Hier überzeugt der Film sehr und man merkt, dass der König und überhaupt der ganze Film die Sehnsucht in sich tragen, eine Verbindung zwischen Mensch und Natur wieder zu fördern.

„Das Märchen vom Frosch und der goldenen Kugel“ ist sehr stimmig, die Schauspieler wissen zu überzeugen, die Schauplätze muten düster und geheimnisvoll an – der Film besitzt Tiefgang, Humor, Action und Spannung. Dem ZDF ist unter der Leitung von Jörg von den Steinen eine sehr gelungene Neuverfilmung geglückt.


25.12.2022

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